Lieblingsbücher im Mai

Gefangen zwischen den Welten von Sara Oliver:

Ves Leben ist regelrecht durcheinander: mal wohnt sie in Kapstadt, mal in Athen, mal in L.A.. Sie und ihre Mutter, Karla, verbleiben nie länger als ein Jahr irgendwo auf der Welt – wegen Karlas Job. Jedes Mal heißt es neue Freunde, eine neue Schule und manchmal auch eine neue Sprache. Damit ist aber Ve schon gewohnt. Aber wenn sie obendrauf in den Sommerferien zu ihrem Vater nach Deutschland muss, weil Karla irgendeinen Vortrag in Kuala Lumpur hat, wird es schon zu viel.. Da entdeckt sie, dass ihr Vater in einem maroden Schloß wohnt und dass er verschwunden ist. Die einzige Person, die noch Ve helfen kann, ist Marcella, eine alte Kollegin ihres Vaters. Ve macht sich auf die Suche nach ihrem Vater und gelangt versehentlich in eine Spiegelwelt durch ein Wurmloch, das ihr Vater angeblich gebaut hatte…

Der Theoretikerclub von Anja Janotta:

Linus, Albert und Roman haben einen Theoretikerclub gegründet, weil gescheite Leute theoretisch sehr gut zusammenpassen. In ihrem geheimen Baumhaus, auf ihrem Blog oder auf WhatsApp fachsimpeln sie und machen sich Kampfpläne gegen die Mädchen oder die feindselige Bande der Fußballspieler. Theoretisch klingt das super; jedoch zeigt sich, dass in der Praxis alles anders steht: so viel Unerwartetes kann passieren und den best durchdachten Plan zerstören! Anja Janotta schreibt eine witzige und einfühlsame Nerd-Geschichte. Dank der eingebauten Chat- und Blogeinträge ist Janottas Roman leicht lesbar und zur selben Zeit auch packend.

Caspar und der Meister des Vergessens von Stefanie Taschinski:

Die Mitglieder der Familie Winter sind Puppenspieler seit mehreren Generationen. Dabei sind sie auch die besten, sogar weltberühmt. Caspar ist eines der drei Kinder der Familie Winter. Er kann nicht so gut Geschichten erfinden, wie es seine größere Schwester, Greta, für ihren kleinsten Bruder, Till, tut. Caspar ist eher an die Anfertigung von Marionetten interessiert und da kennt er sich besonders gut aus. Eines Tages gehen die beiden Brüder Eislaufen. Da taucht ein Mädchen auf, das aus ihrem Rucksack etwas klauen wollte, aber Caspar erwischt es rechtzeitig. Zu Hause angekommen bemerkt Caspar, dass nichts aus dem Rucksack fehlt; da ist sogar etwas drin, was vorher nicht da war: eine gruselige Holzpuppe ohne Kopf…

Wir waren hier von Nana Rademacher:

Es ist das Jahr 2039. Anna ist 15 und lebt in Berlin. Aber das Leben in der Hauptstat ist gar nicht mehr so, wie wir es heute kennen: alles liegt in Trümmern. Es gibt kaum was zu essen und trinken. Die Militärregierung verteilt nur Dauerbrot und wenig Wasser. Viele sterben vor Hunger, andere verschwinden einfach plötzlich. Es ist Krieg: manchmal gibt es Luftangriffe und viel zu oft gibt es Aufstände wegen Mangel an Lebensmittel. Anna versucht mit ihren Eltern irgendwie zu überleben, aber das wird mit jedem neuen Tag schwieriger: ihre Eltern geben bald den Kampf ums Überleben auf.

Wir waren hier ist eine erschütternde Dystopie, die nicht weit weg in der Zukunft stattfindet. Es wird nur teilweise erklärt, wie die Welt zu diesem erbärmlichen Zustand gekommen ist. Es wird aber darauf gedeutet, dass es viel mit der Passivität der Generation von Annas Eltern zu tun hat.

Der schaurige Schusch von Charlotte Habersack:

Der Dogglspitz ist der höchste Gipel der Simmerlgebirge. Hier leben nur wenige Tiere: das Huhn, der Hirsch, die Gams, das Murmeltier und auch der Hase. Keiner von ihnen war je anderswo gewesen, als auf ihrem lieben Dogglspitz. Da erfahren sie eines Tages, dass der Schusch dort oben bei ihnen einziehen will. Der Schusch soll ein grausames Wesen sein: so groß wie ein Cola-Automat, so zottelig wie eine Zahnbürste und so und so und so… Obwohl keiner von den Tieren den Schusch je gesehen hatte, wussten sie schon Bescheid, dass er sogar auch nach nassem Hund stinkt. So einer darf doch nicht ihre schöne Bergspitze stören. Da schlägt einer vor, einen Zaun zu bauen, ehe der Schusch hinaufsteigt. Doch dafür ist es viel zu spät: alle seine Sachen sind bereits da oben! Der Schusch ist auch schon da! Die Panik steigt auf, als jedes Tier eine Einladung zu der Einweihungsparty bekommt…

 

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