Lectură bilingvă Jan Koneffke

Zweisprachige Lesung mit Jan Koneffke aus „Die sieben Leben des Felix Kannmacher“, am 10. Oktober 2012, um 18:30 Uhr, in der Galerie des Rathauses der Stadt Temeswar, Victoriei-Platz Nr.5 (gegenüber von Bancpost). Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms „Grenzgänger“ der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

Jan Koneffke ist ein deutscher Autor mit einer besonderen Beziehung zu Rumänien. 1960 in Darmstadt geboren, studierte er Philosophie und Germanistik in Berlin und verbrachte nach einem Stipendium in der Villa Massimo sieben Jahre in Rom. Er lebt als Schriftsteller, Publizist und Übersetzer in Wien, Bukarest und Măneciu, in den Karpaten. Im November 2004 organisierte er die Tage der rumänischen Literatur in Wien. 2007 erhielt Jan Koneffke das Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch-Stiftung. Sein Roman „Die sieben Leben des Felix Kannmacher“ spielt u.a. in Rumänien und erzählt in schelmisch-tragischer Weise über Vergangenheit, Krieg, Flucht, Identität und Freundschaft.

In einer Zeit, in der niemand sicher sein kann, wen er vor sich hat, ist sich der Held dieses Romans nicht sicher, wer er selbst ist: Felix Kannmacher oder Johann Gottwald. 1934 wird Felix Kannmacher vom Pianisten Victor Marcu aus dem Deutschen Reich geschmuggelt und erhält in Bukarest eine neue Identität. Als Johann Gottwald wird er die „Kinderfrau“ von Marcus Tochter Virginia, bei der er sich schnell als großer Geschichtenerzähler beliebt macht. Als die Freundschaft zwischen beiden enger wird, wird er vom Vater entlassen, und plötzlich ist Kannmacher ganz allein in einem fremden Land. So nimmt er verschiedene Identitäten an, um in den Wirren der Zeit zu überleben. Doch die Verbindung zu  Virginia, die eine berühmte Schauspielerin wird, bleibt bestehen. Koneffke erzählt hier eine Schelmengeschichte aus den Zeiten der linken und rechten Diktaturen, zeigt aber auch die Tragödien dieser Jahre.