Bücher für Aprilwetter

Das Geheimnis von Tylandor von Matthias Sachau:

Tylandor ist eine alte Stadt mit einer seltsamen Geschichte. In alten Zeiten war sie von unglaublichen Zauberern bewohnt. Mit ihrer Magie schufen Sie die am fortgeschrittendsten Stadt ihrer Zeit: in Tylandor gab es magische Straßenkugeln, die rund um die Uhr Leute durch die ganze Stadt transportieren konnten, magisches Licht und viel mehr. Leider verschwanden eines Tages alle  Einwohner dieser magischen Stadt. Spurlos. Tausend Jahre später rätseln die neuen Bewohner noch immer, wie man eigentlich wieder zaubern konnte…

Matthias Sachau ruft eine erstaunliche Fantasiewelt hervor, die sich dem Leser als Minenfeld von rätselhaften Überraschungen präsentiert.

Die Monscheinsonate. Eine Geschichte zur Klaviersonate von Ludwig van Beethoven von Doris Eisenburger:

Beethoven geht auf einen nächtlichen Spaziergang durch den Schlossgarten seiner Freunde. Es ist Frühling und der Vollmond beleuchtet den Himmel. Irgendwo aus der Ferne ertönt eine sanfte Musik. Beethoven lauscht neugierig. An einem kleinen See findet nämlich ein Frühlingsnachtfest statt. Familie Schneck ist da; Frau Maus mit ihren vielen Kindern, allerlei Käfer, Frösche und sogar Herr Maulwurf ist da. Die Glühwürmchen sorgen für eine festliche Beleuchtung. Nach einem kurzen Grillenquartet erscheint Luigi auf der Bühne. Er ist ein berühmter Pianist.  Er beginnt am Klavier zu spielen und belebt die Nacht mit seiner phantasievollen Sonate…

Doris Eisenburger schreibt eine wundervolle Geschichte, die den Kindern die Musik näherbringt. Und die CD zum Buch ist kein einfaches Hörbuch: neben der Geschichte kann man auch Beethovens Mondscheinsonate hören.

Die Medlevinger von Kirsten Boie:

Nis kommt mit seinem Vater nicht mehr zurecht. Es war ihm nicht genug, dass er auf einmal aufhörte, Lehrer aller Medlevinger zu sein, nein; er musste dann unbedingt auch Erfinder werden. Sich stundenlang in seiner Werkstatt am Rande des Waldes einsperren. Und schließlich seine gescheiterten Experimente vor allen Medlevingern vorführen.

Johannes hat gar keinen Vater – er wohnt alleine mit seiner Mutter, die sehr viel arbeiten muss. Er hat schon seine Probleme in der Schule: in Englisch erstens, aber nicht nur. Da ist auch Kevin und seine Bande, die ihn erpressen, um Geld von ihm zu bekommen. Dabei drohen sie sogar, dass auch Johannes Mutter in Gefahr ist, wenn dieser nicht bezahlt. Es wird noch komplizierter für Johannes eines Tages, an dem er in seinen Hof zwei kleine Leute trifft, die nicht viel größer als sein Meerschweinchen sind und die ihn anschreien…

Kirsten Boie bringt zwei parallele Welten zusammen. Die Medlevinger sind ein seltsames Volk, das unter der Erde, separat von den Menschen lebt; irgendwie geraten einige von ihnen in Kontakt mit der Oberfläche. Das Abenteuer ist abwechselnd aus den Perspektiven beider Völker erzählt.

Ferdi, Lutz und ich auf Klassenfahrt von Armin Kaster:

Der namenlose Ich-Erzähler macht sich bereit für einen Ausflug mit seiner Schulklasse. Er hat aber Pech: seine Oma fährt mit und nennt ihn die ganze Zeit auch noch „Hase“. Dazu hat sich der Ich-Erzähler noch nicht von seiner Übelkeit von vor zwei Tagen erholt. Es hilft auch nichts, dass sie mit dem Bus fahren müssen: die Geschwindigkeit bringt seinen Magen noch mehr durcheinander. Zum Glück ist er aber nicht allein. Ferdi und Lutz, seine besten Freunde, muntern ihn auf. Lutz ist auch nicht zu froh, in die Natur zu gehen; er hat nämlich so viele Allergien. Ferdi lacht aber Lutz aus und hat immer etwas zum Naschen dabei. Im Wald angekommen verirrt sich die Gruppe erstmals…

Humorvoll und kindgerecht schildert Armin Kaster eine fast schiefgelaufene Klassenfahrt. Die Figuren werden glaubhaft und liebevoll dargestellt; so gewinnen sie die Sympathie des Lesers gleich vom Anfang an. Noch lebendiger wird die Geschichte durch Susanne Göhlichs Illustrationen. Ein echtes Leseabenteuer!

Flint und fertig von Torsten Wohlleben und Jutta Wetzel:

Flint ist 12 Jahre alt. Irgendwo hat er gelesen, dass sein Leben sich ändern würde, eben weil er zwölf ist. Auf den ersten Blick ist nichts anders: dieselbe Schule, dieselben Freunde… Aber etwas scheint doch nicht in Ordnung zu sein. Eines Tages, als Flint mit Andi und Benni im Wald Piraten spielten, wurden sie von Lea erwischt. Dabei sah sie nur Flint, alleine im Piratenkostüm. Die anderen zwei hatten sich nämlich versteckt. Flint fühlte sich peinlich. Er begann zu verstehen, dass er schon zu alt ist, um Piraten im Wald zu spielen. Und schon längst zu alt für die Bärchentapete in seinem Zimmer – niemand durfte es vorläufig betreten…

Torsten Wohlleben und Jutta Wetzel erzählen Flints Leben mit viel Humor und lustigen Illustrationen. Flint und fertig ist deshalb eine leichte und aufmunternde Lektüre. Man erfährt, wie schwierig es werden kann, wenn man plötzlich kein Kind mehr ist. Aber auch, wie man das alles überleben kann.Für die vollständige Buchtipps können Sie jeden Mittwoch zwischen 13.00 – 14.00 Uhr (auf 630 Khz MW) und zwischen 19.00 – 20.00 Uhr (auf 105,9 Mhz UKW) oder auf livestream die deutsche Sendung des Radio Temeswar hören. Die Sendungen sind jederzeit online abrufbar.