FAPT 2016

Der Körper als Feld der sozialen und politischen Gewalt und die persönliche Geschichte, wiederhergestellt an der Grenze zwischen Realität und Fiktion, bilden die zwei Schwerpunkte der zweiten Ausgabe des Festivals für Performative Künste Timișoara.

Zwei Tanzperformances von Isabelle Schad und Eric Minh Cuong Castaing, eine Work-in-Progress-Performance von Olga Török, eine Installation von Arkadi Zaides, ein Film von Jorge León und ein Konzert von Paul Dunca zeigen verschiedene Perspektiven der performativen Künste.

Fugen – Isabelle Schad/ zeitgenössischer Tanz

Die Tänzerin und Choreographin Isabelle Schad studierte klassischen Tanz in Stuttgart und tanzte für viele Choreografen, bis sie 1999 anfing ihre eigenen Projekte zu initiieren. Fugen ist eine autobiographische Arbeit, in welcher der Körper exemplarisch die Konstruktion des Individuums als Teil von Systemen, Erziehung und Disziplinen aufzeigt.

Samstag, 5. November, 17.00 Uhr,  im Saal des Ungarischen Csiky-Gergely Staatstheaters Temeswar

©Dieter Hartwig
©Dieter Hartwig

Capture Practice, Arkadi Zaides, Video Installation

Arkadi Zaides wurde 1979 in Belarus geboren. Seit 2004 ist er Freischaffender, seine Werke wurden in zahlreichen Festivals und Spielstätten in der ganzen Welt präsentiert. Die Video-Installation „Capture-Practice“ ist eine künstlerische Erforschung des Konfliktes zwischen Israel und Palästina, projiziert in einem intimen architektonischen Raum.

Samstag, 5. November, ab 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr, im Dachgeschoss der Fakultät für Kunst und Design, Str. Oituz 4

©Arkadi Zaides
©Arkadi Zaides

Before we go, Jorge Leon, Dokumentarfilm

Jorge León hat beim INSAS (Institut National Supérieur des Arts du Spectacle) in Brüssel Film studiert. Seine Interessen führten ihn als Regisseur und Kameramann in den Bereich der Dokumentarfilme. Auf eine unerwartete Weise, physisch wie lyrisch, lüftet „Before We Go” den Schleier eines Tabuthemas – das Ende des Lebens – indem er alle Künste in einer wahren Hommage an das Leben und die menschliche Zerbrechlichkeit vereint.

Samstag, 5. November, 19.00 Uhr, Ambasada, Str. Anton Seiller 2, Timișoara

Before we go
Before we go

Fluid– The Red Period mit Paul Dunca und Alexandru Bălă, Konzert

FLUID (2016) – ein „queer act“ aus Bukarest –  ist die Zusammenarbeit zwischen Paul Dunca (Performer, Choreograf, Dramatiker), Alex Bălă (Musiker) und anderen „komischen Kreaturen“. Unter den Kritiken zum Konzert „Fluid“ – ein „queer act“ aus Bukarest, war zu lesen: „Sie werden lachen, Sie werden weinen, Sie werden tanzen, sie werden sich wünschen, festere Unterwäsche angezogen zu haben“.

Samstag, 5. November, 21.00 Uhr, Ambasada, Str. Anton Seiller 2, Timișoara

 ©lucien samaha
©lucien samaha

Kurz gesagt by Olga Török, Performance

Olga Török ist eine Film- und Theaterschauspielerin. Zurzeit spielt sie am Deutschen Staatstheater Temeswar, wo sie 2008 auch ihren Erstauftritt hatte. “Kurz gesagt“  von Olga Török, nach einem Konzept von Silvia & Olga Török, ist eine neue Produktion des Festivals für Performative Künste Temeswar – eine Kommunikationsübung mit „dem Anderen“ in einer performativen Weise.

Sonntag, 6. November, 17.00 Uhr,  im Saal des Ungarischen Csiky-Gergely Staatstheaters Temeswar

 ©andreea chiru
©andreea chiru

School of Moon, Shonen, Performance/ zeitgenössische Tanz

School of Moon“ ist ein Projekt, in dem Eric Minh Cuong Castaing zwei Tänzer, acht Balletttänzerinnen mit sechs Robotern und über 20 Kindern konfrontiert. Gemeinsam bilden die Kinder, Erwachsenen und Roboter in einer scheinbar schwerelosen, hell erleuchteten Mondlandschaft eine futuristische Gemeinschaft.

Sonntag, 6. November, 19.00 Uhr,  im Saal des Ungarischen Csiky-Gergely Staatstheaters Temeswar

©Marc Da Cunha Lopes
©Marc Da Cunha Lopes

Das Festival für Performative Künste Temeswar wird vom Deutschen Kulturzentrum Temeswar und der Stadt Temeswar veranstaltet, mit der Unterstützung des Französischen Instituts und dem Nationalen Performance Netz Deutschland. Es wurde letztes Jahr initiiert und unterstützt die Titulatur Temeswars als die Europäische Kulturhauptstadt 2021.