Empfehlung: Warum Einstein niemals Socken trug

Keine Socken für Einstein. Dr. Ankos schafft in seinem Sachbuch Missverständnisse aus der Welt: Selten ist alles „Kopfsache“, wenn es ums Denken geht.

Der Österreicher Christian Ankowitsch geht in seiner jüngsten schriftstellerischen Exkursion einem der großen Mysterien des 20. Jahrhunderts nach: Albert Einstein, Physiker und Genie von Beruf, trug niemals Socken. Dies sei, anders als viele Behauptungen über Einstein, belegt. Ankowitsch möchte das „Wieso“ erklären und findet sich mit der Antwort des genialen Physikers nicht ab. Einsteins Argument gegen Socken haut keinen… nun, aus den Socken. Man könne in Schuhen genauso gut ohne laufen, meinte er. Ankowitsch wird in seiner Suche wissenschaftlich. Es habe auch etwas mit neurobiologischen Erscheinungen zu tun. Denn schließlich interessiert Ankowitsch die komplizierte Beziehung zwischen dem Körper und dem ovalen Etwas, das er ein Leben lang schultern muss.

Nebensächliches aus dem Alltag sind für Ankowitsch Schlüssel zur Förderung des Intellekts. Wer kreativ sein möchte, sollte zuvor spazieren gehen, wer seine Arbeitskonzentration erhöhen möchte, sollte sich einen Arztkittel besorgen und Einstein hat keine Socken getragen, weil sie schlichtweg überflüssig sind.

Ankowitsch muntert Zweifler zu Selbstversuchen an; Grund weshalb man sein Sachbuch auch als eine Anleitung lesen kann. Experimente für den Alltag sind in „Warum Einstein niemals Socken trug“ enthalten. Und obwohl das Sachbuch ohne Register auskommen muss, so hat man doch das Gefühl, dass man es hier mit fundiertem Wissen zu tun hat und wissenschaftliche Präzision eine Voraussetzung war.

Wer mehr über Einsteins Socken, lange Spaziergänge, den aufrechten Gang und Arztkittel erfahren möchte, sollte sich das Buch des Österreichers nicht entgehen lassen. Wissbegierige können es in unserer Bibliothek ausleihen.

Warum Einstein niemals Socken trug, Christian Ankowitsch, Rowohlt Verlag 2015