Zilele Culturii Germane la Biblioteca Centrală Universitară „Eugen Todoran”

Zwischen dem 8. und dem 22. Mai 2015 stellt die Universitätsbibliothek „Eugen Todoran“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater der West-Universität Temeswar und dem Deutschen Kulturzentrum Temeswar die Deutschen Kulturtage vor. Durch diese Reihe von Veranstaltungen möchten die Organisatoren das Temeswarer Publikum und die deutsche Kultur – die klassische sowie die zeitgenössische – näher zusammen bringen. Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass die Veranstaltungen nicht nur für das deutschsprachige Publikum gedacht sind, sondern für alle, die an den speziell für die Deutschen Kulturtage vorbereiteten Ereignissen teilnehmen möchten.

Am 8. Mai, um 16:30 Uhr, wurden die Deutschen Kulturtage mit einer Konferenz zum Thema Banater Kunst eröffnet. Prof. Univ. Dr. Ileana Pintilie sprach darüber, „Wie die Banater Kunst von der deutschen und der österreichischen Kunst beeinflusst wurde“. Bei der Konferenz waren die Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Temeswar, Alina Baciu, der Vizekonsul der Bundesrepublik Deutschland in Temeswar, Siegfried Geilhausen, der Leiter der Zentralen Universitätsbibliothek „Eugen Todoran”, Conf. Univ. Dr. Vasile Docea und die Leiterin der Österreich-Bibliothek aus Temeswar, Prof. Univ. Dr. Roxana Nubert, anwesend.

FaustbookAm 12. Mai, um 19 Uhr, führten Camelia Fornwald-Docea – Mezzosopran und Marius Manyov – Bass ein Rezital mit Kompositionen des berühmten romantischen Pianisten und Komponisten Robert Schumann vor. Sie wurden am Klavier von Adriana Dogariu und Sorin Dogariu begleitet.

Am 19. Mai, um 17:30 Uhr, wurde die Ausstellung „Faustbook – Aktuelle Buch-Covers für klassische deutschsprachige Autoren“ eröffnet, bei der die Werke des kulturellen Remixers Julien Britnic besichtigt werden können. Der Künstler hat 15 neue Buch-Covers für die bekannten Meisterwerke der deutschsprachigen Literatur erstellt, in welchen er mit Referenzen der Popkultur und der digitalen Welt spielt, um die Unsterblichkeit der Klassiker darzustellen. Die Ausstellung „Faustbook” wurde im Rahmen des Goethe-Institut-Projekts „Fokus pe germană” organisiert. Bei der Vernissage an der Universitätsbibliothek „Eugen Todoran“ stellte die Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Temeswar, Alina Baciu, das Konzept vor. Die Austellung wird bis am 29. Mai 2015 in der Aula der Universitätsbibliothek zu sehen sein.

Am gleichen Tag, den 19. Mai, um 18 Uhr, spielte Regisseur Jacques Rouffios Film, „Die Spaziergängerin von Sans-Souci” (1981/82, 109 Min.), in der Aula der Universitätsbibliothek. Paris, Anfang der 80er Jahre: Max Baumstein, erfolgreicher Geschäftsmann und engagierter Menschenrechtler, erschießt den Botschafter von Paraguay und stellt sich unverzüglich der Polizei. Nach und nach erfuhren wir die Motivation hinter seiner extremen Reaktion, und zwar unglückliche Erfahrungen aus seiner Kindheit, die ihn wesentlich geprägt haben. Die Geschichte beginnt mit den Anfängen des „Dritten Reichs“, mit NS-Terror, unter dem Max schon als 12-jähriger zu leiden hat. Der Film wurde in deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln, gezeigt.

Am 20. Mai, um 17 Uhr, hält Prof. Klaus Buchenau von der Universität Regensburg die Konferenz „Glaubensbrüder und -schwestern. Religiöser Transnationalismus in Südosteuropa (20.-21. Jahrhundert)” ab. Die Veranstaltung wird von Lect. Dr. Constantin Pârvulescu, Dozent an der West-Universität Temeswar, präsentiert.

Am 22. Mai, um 19 Uhr, führen die Studenten der Deutschen Schauspielabteilung an der Hochschule für Musik und Theater der West-Universität Temeswar das Theaterstück „Spiomi landet“ auf. Das Projekt „Theater in der Bibliothek“ findet im Rahmen der Deutschen Kulturtage statt und ist von Prof. Dr. Eleonora Ringler-Pascu und Daniela Silindean geleitet.

Plakat TheaterSpiomi landet”, nach Lev Kazarnovskis „Lasst Oma in Ruhe!”, ist eine humoristisch-satirische Variante dieser Komödie zur Problematik der deutschen Aussiedler aus Osteuropa. Das Theaterstück verfolgt den Alltag einer jungen Aussiedlerfamilie während ihrer Notunterkunft in einem sogenannten „Übergangslager“. Um die Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu erhalten, müssen die zwei Hauptpersonen eine Lösung für die zu früh verstorbene Oma finden, die eigentlich, wegen ihrer deutschen Herkunft, die einzige Garantie für die Zulassung ist. Sie greifen zu einer Notlösung: setzen eine verkleidete Puppe in einen Rollstuhl und stellen diese als ihre „gelähmte Oma“ vor. Der Plan funktioniert nur streckenweise, bis zu dem Moment, in dem eine neugierige Nachbarin ihre Hilfsbereitschaft ausdrückt, um der alten Frau zu helfen. Und damit beginnt ein regelrechter humorvoll-grotesker Wirrwarr.

Die Aufführung wird in deutscher Sprache, mit Übersetzung ins Rumänische, gespielt.